Kunst, Gemeinschaft und ganz viel Hümmling

Der Hümmlinger Lambert Hackmann über Heimat, Kreativität – und den Erlebnistag am Palmsonntag

Wissenswertes

Der Hümmlinger Lambert Hackmann über Heimat, Kreativität – und den Erlebnistag am Palmsonntag

Wer durch Werpeloh geht, begegnet ihnen immer wieder: Kunstwerken, die Geschichten erzählen – von Glauben, Gemeinschaft und Heimat. Geschaffen hat sie ein Hümmlinger: Lambert Hackmann. Ein Mann, der seine Heimat Hümmling lebt und gestaltet.
Sein Weg führte vom Garten- und Landschaftsbau über das Studium der Sozialarbeit in die Praxis der Jugendhilfe. Als Lehrer an einer Berufsfachschule war es Lambert Hackmann wichtig, den angehenden Fachkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, Kreativität in das pädagogische Miteinander einfließen zu lassen. „Werken“ war für ihn nie bloß Handarbeit, sondern Ausdruck von Persönlichkeit. Sein Motto: Die eigene Kreativität wiederentdecken, um sie für die persönliche und berufliche Entwicklung zu nutzen. Diesen Ansatz vermittelt er bis heute Studierenden der Hochschule Osnabrück.
Auf dem Brink in Werpeloh steht die „Friedensbotin“, aus einer alten Eiche geschaffen. In ihren Händen eine Taube, der sie symbolisch den Frieden einhaucht. Ganz in der Nähe: ein Eichenstamm mit zahlreichen Kreuzen. Für ihn Ausdruck dessen, dass jeder sein Kreuz zu tragen hat. Ein weiteres Kreuz steht im nahegelegenen Bestattungswald – in Kooperation mit verschiedenen Künstlern geschaffen. Und in der Molkereistraße wacht ein riesiger Schutzengel über den Ort – so ausgerichtet, dass das Sonnenlicht sein Gesicht zum Leuchten bringt und damit ganz Werpeloh.
Doch so sichtbar seine Werke sind, so zurückhaltend ist ihr Künstler. Immer wieder betont er, wie stark die Dorfgemeinschaft sei – der Zusammenhalt, das Engagement, das Miteinander. Auch sein Wirken als St. Martin, inspiriert von Pater Matthäus, dem prägenden Geistlichen seiner Jugend, lebt von dieser Gemeinschaft. Seit über fünf Jahrzehnten schlüpft er in die Rolle, bringt Kinderaugen zum Leuchten. 
Typisch Hümmling ist auch seine Liebe zu Pferd und Landschaft: Mit dem Zweispänner unterwegs zu sein, bedeutet für ihn, Natur im eigenen Rhythmus zu erleben – entschleunigt, verbunden, echt.
Und nun entsteht nach dem Vorbild im benachbarten Naturpark Bourtanger Moor – Veenland das Maskottchen MOORex auch auf dem Hümmling: etwas anders, nicht aus Holz, sondern Styrodur – farbenfroh, robust konstruiert, aber v.a. mit viel Symbolkraft. MOORex steht für Lernen mit allen Sinnen, für Entdeckungen im Moor und für Erlebnisse direkt vor der Haustür.
Am 29. März 2026 (Palmsonntag) wird Lambert Hackmann beim Erlebnistag in Werpeloh persönlich vor Ort sein und über seine Kunstwerke sprechen. Ab 14:30 Uhr erwartet Besucher ein buntes Programm mit Kurzführungen, Kinderaktionen, altem Handwerk, die Eröffnung des Geologischen Gartens sowie den Saisonstart im Batakhaus mit selbstgebackenem Kuchen und zahlreiche weitere Geschichten über Gemeinschaft und ganz viel Hümmling.     


21. Februar 2026

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