• Wissenswertes
  • 06.09.2026
Ab Mitte September bietet der Geopark Emsland vier Naturführungen an

Seit 2002 gibt es den Tag des Geotops. An jedem dritten Sonntag im September werden dann bundesweit vielerorts geologische Themen nähergebracht. Initiiert wurde der Thementag von der Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien e. V., der Fachsektion Geotop der DGGV (Deutsche Geologische Gesellschaft - Geologische Vereinigung) und den Staatlichen Geologischen Diensten der Länder.

Auch der Geopark Emsland bietet zusammen mit den Naturparken Hümmling und Bourtanger Moor ab Mitte September vier kostenfreie bzw. kostengünstige Exkursionen zur Geschichte der Region an. Die wechselvollen Entwicklungen der Landschaft, ihre Bedeutung und ihr Schutz sind Inhalte, die rund um diesen Veranstaltungstag erlebbar gemacht werden.

Geotope sind Gebilde der unbelebten Natur, die Einblicke in die Erdgeschichte gewähren. Bezogen auf das Emsland sind das z.B. die für die Landschaft charakteristischen Moore, ebenso wie die großen Findlinge, Dünen und besondere Gewässerausformungen. Diese werden seit Gründung des Geoparks Emsland im Jahr 2018 an Geoparkstationen und Infopunkten an Rad- und Wanderwegen beschrieben oder als thematische Routen angeboten.

Unter dem Titel „Spurensuche in Sand, Moor und Erdgeschichte“ nimmt Ranger Andreas Rakers Interessierte am Sonntag, den 20. September 2026 um 14 Uhr mit auf eine ca. zweistündige Wanderung durch den Fullener Wald. Treffpunkt ist der Parkplatz der Sporthalle an der Jahnstraße in der Siedlung Rühlerfeld/Rühlermoor. Die etwa sechs Kilometer lange Wanderung verläuft auf dem Themenweg „Von Moor zu Moor“ entlang von Birkenwald, forstwirtschaftlich genutzten Mischwald, Heide und Moor. Die unterschiedlichen Landschaften geben Rückschlüsse auf den Wandel von der Eiszeit über die Moorentwicklung bis hin zu ihrer Besiedlung und Kultivierung. Der Biologe lenkt den Blick dabei auch auf die heutige Tier- und Pflanzenwelt wie Dachs oder Biber. Infos & Anmeldung zur kostenfreien Führung: rakers@emsland.com.

Die Geoparkführerin und Biologin Jutta Over lädt für Dienstag, den 29. September von 18:00 bis 20:00 Uhr zu einer abwechslungsreichen Wanderung über die Haselünner Kuhweide ein. Unter dem Motto „Fenster in die Vergangenheit“ erhalten Interessierte einen Einblick in die Entwicklung des Hasetals. Es wird gezeigt, wie sich die Region von einer baumlosen, von Rentieren und Wildpferden bevölkerten Steppe während der letzten Eiszeit zu dem landschaftlich abwechslungsreichen Naherholungsgebiet entwickelte.

Neben der Entstehung werden auch die seltenen Pflanzen und Tiere des Naturschutzgebiets thematisiert. Treffpunkt ist der Parkplatz Plessestraße vor dem K+K. Anmeldungen und Infos erfolgen per E-Mail an mail@jutta-over.de. Die Teilnahmegebühr beträgt 7€.

Auf einer 40 km langen Fahrradtour führt die zertifizierte Natur- und Geoparkführerin Birgit Kuper-Gerdes durch die Geschichte des Hümmlings. Der eiszeitliche Ursprung der Landschaft wird in Werpeloh im neu eröffneten geologischen Garten als auch am nahegelegenen Steinkreises deutlich. Die Megalithen wurden während der Jungsteinzeit als Großsteingräber genutzt – sie sind zahlreich auf dem gesamten Hümmling zu finden. Auch die regionale Kulturgeschichte wird betrachtet. So führt die Tour unter anderem zum Gut Renkenberge, einem ehemaligen Kruppschen Gut, welches von der wechselvollen Vergangenheit der Region zeugt. Bei Kaffee und Kuchen, einer Mühlenführung und der Besichtigung des Heimatmuseums klingt der erlebnisreiche Tag in gemütlicher Runde aus. Die Führung kostet 18 € und ist auf 17 Personen begrenzt. Treffpunkt ist der Kirchplatz, Zum Turm in Wippingen. Eine Anmeldung erfolgt per E-Mail an birgitkuper@gmx.de. Bitte achten Sie auf die Mitnahme von wetterangepasster Kleidung, Helmen und einem verkehrssicheren Fahrrad. Hinweis: Die Tour wurde auf den 18.10.2026 verschoben.

In einen „eisigen“ Abschnitt der Erdgeschichte tauchen Wandernde am 26. September 2026 um 14:30 Uhr mit Geoparkmitarbeiter Norbert Feislachen und dem Experten für Regionalgeologie Dieter Luttermann ab. Im geologischen Garten in Werpeloh wird gezeigt, wie der Hümmling einst durch die Eiszeiten gebildet wurde. Die ausgestellten Steine, Zeugen der Eisbedeckung des Emslands in der vorletzten Eiszeit, verdeutlichen woher die Gletscher einst kamen. Auf der anschließenden Führung in eine nahegelegene Sand- und Kiesgrube können die Teilnehmenden selbst aktiv werden. Sie erhalten Tipps zur Bestimmung der Herkunft von Steinen und finden mit etwas Glück vielleicht sogar Fossilien. Die kostenlose, zweistündige Führung ist auf 20 Teilnehmer begrenzt. Eine Anmeldung erfolgt über feislachen@emsland.com. Anmeldeschluss ist der 23.09.2026.

Der Geopark Emsland bietet an vielen Stellen faszinierende und informative Einblicke in die Erdgeschichte. Seit November 2023 trägt er daher die Auszeichnung „Nationaler Geopark“ und ist damit einer von insgesamt 19 Geoparks dieser Kategorie in Deutschland.

Infos: www.geopark-emsland.de.
 

Moor & mehr – Geschichten aus den Naturparken


Naturparke in der Ferienregion feiern Jubiläum 

In Kooperation mit dem Emsland-Kurier feiern wir in diesem Jahr die Jubiläen “20 Jahre Naturpark Bourtanger Moor” und “10 Jahre Naturpark Hümmling” mit Geschichten über die eindrucksvolle Kulturlandschaft, prägnante und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und ehrenamtliches Engagement mit viel Heimatgefühl.
 
Die Beiträge werden im Emsland-Kurier veröffentlicht und sind im Emsland-Blog "Moor & mehr“ auf unserer "Geburtstagsseite"zum Themenjahr nachzulesen.  

06. September 2026